eingeraubteslebenEin amerikanischer Albtraum: Debra Milke wurde zum Tode verurteilt und saß 23 Jahre lang unschuldig im Gefängnis. Ihr wurde vorgeworfen, den Mord an ihrem Sohn in Auftrag gegeben zu haben. Im Frühjahr 2015 wurde sie freigesprochen und lässt nun ihre Geschichte von Jana Bommersbach erzählen. Am 2. Dezember 1989 verschwindet Debra Milkes vierjähriger Sohn Christopher spurlos. Er war mit einem Bekannten auf dem Weg in ein Einkaufscenter, um Santa Claus zu sehen. Bald folgt die schreckliche Nachricht: Christophers Leiche wurde in der Wüste von Arizona gefunden. Für die deutschstämmige Debra Milke beginnt ein Alptraum, der ihr Leben zerstören wird: Obwohl es keine Beweise gegen sie gibt, wird sie von einem US-Gericht für den Mord an ihrem Sohn zum Tode verurteilt. Der Ermittlungsleiter hatte behauptet, sie habe die Tat gestanden. Jahrelang kämpft Debra Milke von der Todeszelle aus um ihre Freiheit, bis das Fehlurteil endlich aufgehoben wird.

Euro 20,60

berunsderhimmelÜber das Meer zu dir 
Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte …
Ein berührender Roman über Hoffnung, Schicksal und Liebe – inspiriert von Jojo Moyes’ eigener Familiengeschichte.

Euro 15,50

amrandWozu ist man fähig in der Überzeugung, das Richtige zu tun? Der fesselnde neue Roman von Hans Platzgumer

Ein Mensch steigt früh am Morgen auf einen Berg. Sobald es dunkel ist, will er einen letzten Schritt tun. Schon immer lagen der Tod und das Glück für Gerold Ebner nah beieinander. Als Kind hat er seinen ersten Toten gesehen. Später hat er zwei Menschen eigenhändig den Tod gebracht: Er erlöste seine Mutter vom terrorisierenden Großvater und seinen besten Freund von dessen Leiden. Doch ist er damit zum Mörder geworden? Noch einmal entscheidet sich Gerold gegen das Gesetz und findet so sein eigenes Glück, das ihm der Tod wieder nimmt ... Fesselnd bis zum Schluss schildert der Ich-Erzähler die Ereignisse, die ihn an den Rand eines Felsens geführt haben.

Euro 20,50

 

aufregendwaresimmerEin großes Buch von einem großen Österreicher

Hugo Portisch, der Mann, der als 31-Jähriger schon Chefredakteur von Österreichs damals größter Tageszeitung war. Der mit dem Rundfunkvolksbegehren gegen den Proporz gekämpft hat. Der für den ORF und den Bayerischen Rundfunk aus und über die Welt berichtet hat. Dessen Geschichten und Berichte immer wieder um die Welt gegangen sind. Der mit „Österreich I“ und „Österreich II“ Fernsehgeschichte geschrieben hat und dessen Bücher alle große Besteller waren – zuletzt 2011 sein Europabuch „Was jetzt“ mit über 120.000 verkauften Exemplaren. Der mit Henry Kissinger den Zweiten Weltkrieg in einer bemerkenswerten Dokumentation beleuchtet hat und der es letztlich selber abgelehnt hat, Bundespräsident zu werden, weil er lieber Journalist bleiben wollte und sich „immer lieber aussuchen wollte, neben wem er beim Abendessen sitzt“.

Euro: 24,95

achdieselckeVon einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht

Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg. Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken. Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt. Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!

Euro: 22,70